Die Stadtwerke Aachen (STAWAG) wollen noch im Herbst diesen Jahres an gleich zwei Standorten aufbereitetes Biogas („Biomethan“) in das deutsche Erdgasnetz einspeisen.
Immer mehr Akteure der klassischen Energiewirtschaft haben das Potential von Biomethan für sich erkannt und setzen auf die Direkteinspeisung von Biogas in das Erdgasnetz.
Ziel der STAWAG ist, bereits Ende 2006 das Biomethan einzuspeisen und anschließend in Aachen in mehreren Blockheizkraftwerken zur Erzeugung von etwa 18.000 Megawattstunden Strom pro Jahr zu nutzen. Dies reicht aus, um circa 5200 Aachener Haushalte zu versorgen.
Dass die Biogasanlagen nicht im Raum Aachen selbst gebaut werden, liegt in der Natur der Energiequelle Biogas: Für die zum Betrieb notwendigen Mengen an Energiepflanzen pro Jahr sind in der städtisch geprägten Region Aachen die Kapazitäten begrenzt, die Anbauregion im nahe gelegenen Kerpen hingegen liefert optimale Voraussetzungen – der Transport der Energie erfolgt über das bestehende Ergasnetz. Durch das gute Wärmekonzept der zentralen Blockheizkraftwerke in Aachen wird der Wirkungsgrad der Gesamtanlage bei etwa 75 Prozent liegen.
Auch im hohen Norden bei den Stadtwerken Teterow, Mecklenburg-Vorpommern, ist bereits eine Biogasanlage mit Einspeisung im Bau - noch in diesem Jahr soll ein Teil der Energie für ein von den Stadtwerken betriebenes Fernwärmenetz in Form von Biomethan aus dem Erdgasnetz bezogen werden.
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